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Pflegestützpunkte
im Kreis Herford

Eröffnung der Pflegestützpunkte im Kreis Herford

Bei Eintritt eines Pflegefalles stehen nicht nur Betroffene, sondern auch das familiäre Umfeld vor einer Menge von Fragen und im ersten Moment schier unlösbar scheinender Probleme. Ratsuchenden in dieser konkreten Situation eine weitergehende Hilfe zu bieten ist Ziel der neuen Pflegestützpunkte, von denen drei Anfang April 2010 im Kreis Herford ihre Arbeit aufnehmen.


„Die Pflegestützpunkte sind ein Angebot an alle Bürgerinnen und Bürger, trägerübergreifend und wettbewerbsneutral in allen Fragen der Pflege beraten zu werden“, berichtet Dietrich Kartelmeier, Errichtungsbeauftragter für die drei Stützpunkte im Kreis Herford. Es spiele auch keine Rolle, bei welcher gesetzlichen Kranken- oder Pflegekasse jemand versichert sei. Neu ist auch, dass sich in den jeweiligen Pflegestützpunkten Mitarbeiter und Mitarbeiterinnen der Kranken- / Pflegekassen und der Kommunen ergänzen und die Beratung teilweise gemeinsam vornehmen. „Hier werden Kompetenzen im Sinne der Herforder Bürgerinnen und Bürger gebündelt und bedarfsgerecht an den Mann oder die Frau gebracht“ fügt Landrat Christian Manz zufrieden hinzu.


Um überhaupt diese drei Pflegestützpunkte im Kreisgebiet an den Start zu bringen, bedurfte es viel Verhandlungsgeschick und ein hohes Maß an Toleranz aller Beteiligter sowie einer Akkreditierung durch das Ministerium für Arbeit, Gesundheit und Soziales des Landes Nordrhein-Westfalen (MAGS NRW – Referat Landeszentrum für Pflegeberatung).


Die Pflegestützpunkte komplettieren die Arbeit der bereits bei den Krankenkassen angesiedelten Pflegekassen. Mit der Entscheidung, die Stützpunkte im Kreis Herford bei der AOK Westfalen-Lippe, der BKK HMR und bei der SIGNAL IDUNA IKK anzusiedeln, wird bewusst auf vorhandene Strukturen zurückgegriffen.
 
Was erwartet den Besucher in einem Pflegestützpunkt?

„Das Ziel ist es, die Betroffenen und ihre Angehörigen möglichst schnell mit Informationen zu versorgen und ihnen einen Weg zu zeigen, wie sie mit der neuen Situation umgehen können“, beschreibt Anke Seiser, Pflegeberaterin im Pflegestützpunkt der AOK ihre Aufgabe. Zusammen mit Herrn König vom Sozialamt Herford steht sie den Ratsuchenden von montags bis freitags zu Verfügung. Im Pflegestützpunkt der BKK HMR kümmert sich Christel Becker um alle Anliegen. Dort sind die Pflegeberater unter der Telefon-Nr. 05221 1026-400 zu erreichen. „Wir beraten über alle Leistungen der Pflege- und Sozialhilfe, wie z.B. bei Fragen der Finanzierung der Pflege, beim Ausfüllen von Anträgen oder auch bei der Suche nach einem geeigneten Heimplatz“ ergänzt Andrea Husemann, Pflegeberaterin der IKK.


Die trägerübergreifende und neutrale Beratung ist natürlich kostenlos für die Ratsuchenden. Bisher mussten u.a. bei Anträgen zur Hilfe unterschiedliche Stellen im Kreis Herford aufgesucht werden wie z.B. die Kranken- und Pflegekassen oder auch die Sozialämter. Im jeweiligen Pflegestützpunkt gibt es all diese Informationen und Unterstützungsangebote an einem Ort. Dies stellt eine deutliche Verbesserung der lokalen Beratungssituation dar.


Wichtig für die Ratsuchenden ist, dass die Pflegestützpunkte nur neutral beratend tätig werden können und keine Entscheidungen treffen dürfen. Hierfür ist nach wie vor die jeweilige Pflegekasse zuständig, bei der die bzw. der Pflegebedürftige versichert ist.


Grundlage für die Errichtung der Pflegestützpunkte ist die gemeinsame Rahmenvereinbarung auf der Basis des am 01.07.2008 in Kraft getretenen Pflege-Weiterentwicklungsgesetzes sowie der entsprechenden Beschlüsse auf Landesebene zwischen dem Land NRW, den kommunalen Spitzenverbänden und den Landesverbänden der Kranken- und Pflegekassen.


Errichtet werden die drei gemeinsamen Pflegestützpunkte der Kranken-/Pflegekassen und Kommunen im Kreis Herford an folgenden Standorten:


  • in Herford von der AOK Westfalen-Lippe, Kurfürstenstr. 3-7
  • in Herford von der BKK HMR, Am Kleinbahnhof 5
  • in Bünde von der SIGNAL IDUNA IKK, Bahnhofstr. 56

 

 

 

 

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07.04.2010

 

Andrea Husemann im Gespräch mit Jörg Brökel (Chefredakteur Radio Herford) Links im Bild: Christel Becker und Anke Seiser

 

Engangieren sich für die Region (v.l.): Udo Griese (Regionaldirektor SIGNAL IDUNA IKK), Joachim Schwarzer (Vorstand BKK HMR) und Gerhard Wiechers (Regionaldirektor AOK Westfalen-Lippe)

 

 

 Von links: Udo Griese, Andrea Husemann (beide SIGNAL IDUNA IKK), Gerhard Wiechers (AOK), Udo Rolfsmeier (Kreis Herford), Joachim Schwarzer, Christel Becker (beide BKK HMR), Dietrich Kartelmeier, Anke Seiser (beide AOK) und Landrat Christian Manz.

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